|
Während der Stadtverordentenversammlung wurden mehrere Anträge gestellt die von, oder mit Beteiligung der Grünen Fraktion ausgearbeitet wurden:
1.
Gemeinsamer Antrag zur Stadtverordnetenversammlung am
7.11.11
CDU – Grüne – FW - UB
Finanzierung Grillhütte Stadtteile
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird
beauftragt mit dem Verein SiZuKi Gespräche über die Finanzierung des
Fehlbetrages der Baufinanzierung zu führen und dem Verein zur Aufnahme eines
Bankkredites ggf. eine Bankbürgschaft über 50.000 € zu erteilen.
Eine weitere
Finanzierung der Grillhütte über die bereits gewährte Förderung von 100.000 €
wird angesichts der Haushaltslage abgelehnt.
Begründung
Wir schätzen die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen sehr,
so natürlich auch die des SiZuKi in der Kinder- und Jugendarbeit und beim Bau der Grillhütte.
Der Antrag richtet sich auch nicht gegen den Verein SiZuKI
oder Ihre Arbeit sondern ist aus der Finanzlage der Stadt bedingt.
Jetzt zum Eigentlichen:
Am Ortsrand Eschollbrückens entsteht derzeit ein
wunderschönes Grillhaus ( Hütte wäre eine Beleidigung) für Pfungstädter Bürger,
von der die Stadtverordnetenversammlung
aber weder bei Planung noch Genehmigung Einblick in Gestaltung, Größe oder
Kosten hatte.
2009 zog die CDU einen Antrag zur Errichtung einer
Grillhütte zurück, da sie erfahren hatten, dass in Zusammenarbeit von Stadt und
SiZuki eine Grillhütte an eben dieser Stelle gebaut werden solle.
Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte den Haushalt
2010, der eine Investition von 100.000 € für die Grillhütte beinhaltete,
Folgeinvestitionen wurden nicht angegeben.
Wir gingen davon aus, dass das die einzig Investition von
Stadtseite sein wird.
Nun erfahren wir, dass
- ursprünglich
eine Bausumme von 268.000 € angepeilt war, der Verein aber Hoffnung hatte
mit Eigenleistung und Sponsorengeldern den Preis kräftig zu drücken – was
ihm auch gelungen ist – auch dazu übrigens unsere Anerkennung.
- eine
Finanzierungslücke von 74.000 € besteht, von denen der Verein versichert
24.000 noch aufbringen zu können.
- aber
noch 50.000 € von der Stadt zu tragen seien – sonst müsse man den Bau
einstellen, bis wieder Geld vorhanden sei.
- Bei
der Stadt ( wem auch immer ) von Anfang an klar gewesen sei, dass 100.000
€ nicht reichen werden.
Erstaunt hat uns nun vor allem, dass die Verwaltung ( und
weitere Eingeweihte?) uns die zu erwarteten Folgekosten verschwiegen hat. Sie
hätten im Haushaltsplan dargestellt werden müssen.
Angesichts der Haushaltslage hätten wir einem Projekt dieser
Größe und damit auch finanzieller Größenordnung sicher nicht zugestimmt und
sehen uns jetzt auch nicht in der Lage weitere Mittel zu gewähren.
Um das Projekt nicht zu gefährden schlagen wir vor, über
eine Bürgschaft eine Kreditaufnahme durch den Verein absichern. So könnten die
späteren Nutzer über ihre Miete einen Beitrag zur Hütte leisten.
Zins und Tilgung müssten über den wirtschaftlichen
Zweckbetriebabgerechnet werden, bei niedrig angesetzten 100 Miettagen pro Jahr
( Hütte Kernstadt 150) wäre der Kredit in 10 Jahren zu tilgen.
Die vom Verein vorgebrachten Bedenken der Gefährdung der
Gemeinnützigkeit durch eine Kreditaufnahme haben wir durch einen Steuerprüfer
beurteilen lassen, der nicht der Meinung war der Kredit gefährde die
Gemeinnützigkeit.
Abstimmung:
Der Antrag wurde zurückgezogen, da auch aufgrund
öffentlichen Drucks eine Mehrheit nicht mehr gewährleistet war.
Nun muss in den Haushaltsberatungen die Rest-Finanzierung
erneut auf den Tisch, zumal von Seiten der Kommunalaufsicht eine Reduzierung
der freiwilligen Leistungen dringend angemahnt worden ist.
2.
Antrag der Grünen zur
Stadtverordnetenversammlung 7.11.11
Begrenzung des Anstiegs der Friedhofsgebühren
Die
Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der
Magistrat wird beauftragt zur Beratung und Beschlussfassung folgende
Datenanalysen zu den Friedhofsgebühren zu erstellen und über den Ausschuss HFW
zu präsentieren:
a. a) Möglichkeiten der Reduzierung von
Fixkosten
b. b) Erhaltung der bestehenden Strukturen
mit Aufgabe der Mischfinanzierung:
-jeder Friedhof mit eigenem Preis
c. c) Angebotsreduzierung, bzw.
Angebotsverlagerung innerhalb der Friedhöfe:
z .B in den
Stadtteilfriedhöfen nur noch Urnenbeisetzungen
d. d) Reduzierung der Anzahl der Friedhöfe
- Zentralfriedhof Pfungstadt
e. e) Reduzierung der Anzahl der
Trauerhallen
f) Ergebnisprognose Friedhof
analog der Daten des ehemaligen Eigenbetriebs
als Anlage zum Haushaltsplan
g) Ergebnisprognose Friedhof bei
unveränderter Struktur
Zusätzlich
sollen Vorschläge zur Angebotserweiterung analog der Friedbaumbestattung
angeboten werden.
Die derzeit
angebotene Variante Baumbestattung unterscheidet
sich dadurch, dass vier Urnen übereinander in einer Metallröhre gestapelt
werden. Der zunehmende Wunsch der geäußert wird ist die Bestattung einer
Einzelurne - die Erdkontakt hat und sich auflösen kann - um einen Baum.
Die Stadt
Pfungstadt wird beauftragt, Initiative zu ergreifen, damit die Möglichkeit
geschaffen wird – auf Wunsch – die Asche
- nach der Ruhezeit - selbst z.B. im Garten zu verstreuen.
Begründung:
Die Kosten
für unsere 4 Friedhöfe drohen weiter zu steigen. Lt. Gesetz müssen die Gebühren
aber kostendeckend sein. Lediglich ein kleiner Anteil ( 15 %) für den
Park-Charakter darf herausgerechnet werden.
Um eine (
unter Umständen sehr schmerzliche) Entscheidung fällen zu können braucht es
ordentliches Zahlenmaterial.
Abstimmung: einstimmig
3.
Antrag Grüne zur Stadtverordnetenversammlung am 7.11.11
Frauenbadezeiten / Änderung der Badeordnung
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, ob mit Eröffnung
des Wellnessbereiches und der geplanten Einführung von Frauensaunazeiten erneut
Badezeiten nur für Frauen eingeführt werden können.
Des weiteren soll geprüft werden, ob das Tragen von „
Burkinis“ in der Badeordnung vorgesehen werden kann.
Begründung:
Da mit Eröffnung des Wellnessbereiches davon auszugehen ist,
dass, wie in fast jeder öffentlichen Sauna, Saunazeiten nur für Frauen
angeboten werden, sollte es möglich sein auch zumindest probeweise
Frauenschwimmzeiten anzubieten.
Ob religiös bedingt oder aus anderen Ursachen heraus, gibt
es Frauen, die nur unter Frauen schwimmen wollen.
Dies hindert dann oft auch die Kinder das Schwimmen zu
erlernen.
Wir wollen nochmals versuchen diesen Frauen das Schwimmen zu
ermöglichen .
Im zweiten Teil des Antrages geht es um
„Ganzkörperbadeanzüge“, die in vielen Schwimmbäder zugelassen sind. Nach
unseren Informationen war ein Frau mit einem solchen Burkini in der letzten
Saison des Bades verwiesen worden.
Nach Erläuterung des BGM sind offizielle Bade- Burkinis, im
Pfungstädter Schwimmbad zugelassen.
Abstimmung: an die Betriebskommision überwiesen
|