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Unser Wahlprogramm
 

Kommunalwahlprogramm 2011

 

Lebensqualität

Pfungstadt mit seinen Stadtteilen, die Stadt in der wir wohnen, viele auch arbeiten, wo wir unsere Freizeit verbringen und Entspannung suchen, wo wir vielleicht aufgewachsen oder zugezogen sind und wo wir womöglich alt werden wollen, ist in vielfacher Hinsicht der Ort, in dem wir Lebenszeit verbringen, an den wir Ansprüche stellen und in dem wir uns in ganz unterschiedlicher Weise engagieren.

Es ist unsere Stadt, sie soll Lebensraum sein für alle ihre Bürgerinnen und Bürger, die unabhängig von Alter, Geschlecht, nationaler Herkunft oder Religion ihren Teil in diese Gemeinschaft einbringen.

Arbeiten wir gemeinsam am Erhalt und der Weiterentwicklung unserer sozialen, kulturellen und ökologischen Umwelt, damit Pfungstadt die vielfältige und lebendige Stadt wird, in der wir uns wohl fühlen und in der wir gerne leben!

 

Städtischer Haushalt, Finanzen

In Anbetracht der angespannten finanziellen Situation Pfungstadts müssen wir einen vernünftigen Mittelweg gehen zwischen städtischen Dienstleistungen und Unterhaltungen, sozialer Fürsorge, notwendigen Investitionen und Schuldenabbau.

Die finanzielle Lage Pfungstadts mit allen Eigenbetrieben muss für die Bürger transparent werden.

Neue Investitionen dürfen nicht zu Lasten der sozialen und kulturellen Infrastruktur und ihres weiteren Ausbaus, entsprechend den wachsenden Anforderungen, gehen!

 

Sozialpolitik

Das soziale Zusammenleben, sei es in der Familie, dem Verein, am Arbeitsplatz, oder am Wohnort, lebt einerseits von der Diskussion, dem gegenseitigen Austausch und der Auseinandersetzung, der Suche nach Möglichkeiten - andererseits bedarf es der Übereinkunft, des Ausgleiches, des gegenseitigen Respekts, damit Gemeinsamkeit und Zusammenhalt entstehen. Insofern kann Sozialpolitik - auch wenn sie im Mittelpunkt aller kommunalpolitischen Entscheidungen stehen sollte - nur den Rahmen, die Bedingungen und die Richtung vorgeben, mit Leben erfüllt werden muss das Zusammenleben von jeder und jedem Einzelnen immer wieder von neuem.

Der Bedeutung von sozialpolitischen Maßnahmen entsprechend, müssen die - auch durch unsere Initiativen - erreichten sozialen Standards in Pfungstadt verteidigt, und wo notwendig, ausgebaut werden. Besonders die Bedürfnisse von Kindern und älteren Mitbürgern sind in allen städtischen Planungen zu berücksichtigen.

Kinder und Jugendliche suchen noch ihren Platz in der Gesellschaft  - wir sollten ihnen die Zeit und den Raum dafür geben!

 

  • Weiterentwicklung und bedarfsgerechter Ausbau der Kinder- und Jugendförderung
  • Mittelfristig Nutzung des ehemaligen E-Werks zum offenen Jugend- und Freizeittreff mit entsprechenden Raumangeboten  (Jugendliche benötigen Treffpunkte in Pfungstadt)
  • Kindergartengebühren müssen stabil und sozial gestaffelt bleiben.
  • Hort, KiTa und Schule müssen Ganztagsangebote vorhalten, Kleinkindbetreuung ausweiten
  • Ältere Senioren & Behinderte benötigen Mobilitätshilfen, barrierefreie Wohnungen und Besuchsdienste
  • Die finanzielle Verlustabsicherung von Kulturveranstaltungen durch die Stadt ist positiv, das Angebot sollte breiter, insbesondere für Jugendliche, gefördert werden

Stadtentwicklung & Verkehr

Pfungstadt fehlt eine ganzheitliche Stadtentwicklung.

Häuser, Straßen, Plätze und Grünflächen machen noch keine Stadt, erst die harmonische Abstimmung der Einzelteile und die Geschlossenheit nach außen geben der Stadt Gestalt und ein unverwechselbares Gesicht – oder die Teile bleiben Fremdkörper, weil sie, wie die Gewerbegebiete Pfungstadts (auch das am westlichen Stadtrand entstehende, oder die neu errichtete innerstädtische Einkaufsfläche an der Berliner Straße) weder in das Stadtbild noch in die Landschaft eingebunden sind, weil sich ohne zwingenden Grund niemand in ihnen aufhält.

Ortseingänge sollten als solche erkennbar sein, Straßenraumverengung und großkronige Laubbäume sollte einen Übergang markieren, der dem ankommenden Verkehr signalisiert: Langsam! Ab hier teilen sich viele unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, Autos, Motorräder u.a.m.) den Straßenraum, Rücksichtnahme ist gefordert!

Grünflächen, Bäume, Hecken, Fassadenbegrünung bringen Leben in das Wohnumfeld, gestalten, lockern auf, regen an, beeinflussen das Stadtklima positiv.

 

  • Bestandsentwicklung  vor weiterer Landschaftsverbauung durch Siedlungs- und Gewerbefläche
  • Architektonisch ansprechende Einbindung von Neubebauung in das Stadtgefüge an Stelle zweckrationaler gesichtloser Bebauung. Entsprechend sollte die in exponierter Lage am Ortseingang gelegene neue Bahnhaltestelle errichtet werden
  • Optische Verengung des Straßenraums in Wohngebieten durch Baumreihen zur Geschwindigkeitsreduzierung
  • Keine weitere großflächig versiegelte Flächen, Überstellung mit großkronigen, schattenspendenden Bäumen, Dach- und Fassadenbegrünung
  • Umwandlung von Rasen (evtl. in Teilbereichen) in Blumenwiesen auf öffentlichen Flächen z.B. an der Büchnervilla
  • Einstellung der Planung der nicht finanzierbaren Umgehungsstraßen ( West / Eschollbrücken)
  • Verbesserung des Radwegenetzes
  • Verbesserung des innerörtlichen Nahverkehrs

 

Umweltschutz, Landschaftsplanung

Heute beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass eine intakte, gesunde Umwelt von größter Bedeutung für unsere Lebensqualität ist und sie daher unseres nachhaltigen Schutzes und unserer Pflege bedarf.

Die Landschaft vor unserer Haustür bietet uns Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, der Naherholung, der Naturerfahrung und der Freude an der Natur, sie ist Grundlage der land- und forstwirtschaftlichen Produktion - all das macht sie für uns so unersetzbar. Vergessen wir aber darüber nicht, dass sie zuallererst Lebensraum unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt ist, für die wir Verantwortung tragen!

 

  • Erhalt und Weiterentwicklung naturnaher Lebensräume (Feldgehölze, Feuchtbiotope, Obstwiesen u.a.m.)
  • Vernetzung von Biotopen (Gräben, Gewässer, Hecken, Wegränder, Baumreihen) zu einem Biotopverbund
  • nachhaltige Waldbewirtschaftung
  • Renaturierung der Modau
  • landschaftsschonender Flächenverbrauch bei Siedlungs- und Verkehrserschließung
  • Schaffung von ökologisch wertvollen Ausgleichsflächen zur Kompensation der großen Flächeninanspruchnahme durch Siedlungserweiterungen
  • kein Einsatz von Umweltgiften (Herbizide, Insektizide) auf öffentlichen Flächen
  • Unterstützung von Landwirten, die auf Bio-Betrieb umstellen. – Wir wünschen uns Bio-Bauernhöfe in Pfungstadt !


Energie

Maßnahmen zur Energieeinsparung, Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung und der Ausbau des Einsatzes erneuerbarer Energien reduzieren die Umweltbelastungen, führen zu Einsparungen bei den Betriebskosten  und kommen regionalen Betrieben zugute.

 

  • energetische Sanierung städtischer Gebäude
  • Ausbau der Solarenergie-Erzeugung auf stadteigenen Gebäude
  • Umstellung des städtischen Fuhrparks auf gas- bzw. strombetriebene Fahrzeuge
  • aktive Unterstützung der Konzepte der Energiegenossenschaft für energieeffiziente klimafreundliche Stadtquartiere
  • Verbesserung der Energieberatung, die über die Möglichkeiten der Energieeinsparung, der Nutzung von regenerativen Energieträgern und die entsprechenden Fördermöglichkeiten  gerade auch der Altbauten berät

 

Wir werden uns weiterhin gegen die unverantwortliche Atomenergiepolitik von Bundesregierung und hessischer Landesregierung zur Wehr setzen! Gerade in direkter Nachbarschaft zu Biblis sollte das selbstverständlich sein.

Längere Laufzeiten für Kernkraftwerke führen in eine energiepolitische Sackgasse, sie verhindern den Ausbau der regenerativen Energiewirtschaft, verfestigen die Abhängigkeit von den bestehenden Energiemonopolen und erhöhen das Risiko eines Nuklearunfalls mit unabwägbaren Folgen für uns alle.


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 Wahlprogramm 2011 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. März 2011 )
 
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